Unsere Partnergemeinde Keszü in Siebenbürgen (Rumänien)

Vorgeschichte

 

1990

Januar: «Hilfe für Rumänien» – Spendenaufruf und Sammelaktion einiger Mitglieder unserer Kirchgemeinde auf Initiative von Christine und Silvio Pozzoli. Über die Christliche Ostmission Kontakt mit einem ungarisch-reformierten Pfarrer in Klausenburg, dem Zentrum der siebenbürgischen Ungarn, die im Vielvölkerstaat Rumänien die grösste Minderheit bilden. Sein Sohn ist Pfarrer auf dem Lande und sucht für seine Gemeinde eine Partnergemeinde im Westen.

Februar: Erster Hilfskonvoi nach Rumänien mit Kleidern, Schuhen, Lebensmitteln und christlicher Literatur. Teilnehmer: Christine und Silvio Pozzoli, Christian Giger, Markus Flückiger sowie Brigitt und Christian Meyer, die auch heute noch als Kuriere unserer Kirchgemeinde tätig sind. Erster Kontakt mit der reformierten Kirchgemeinde Keszü und dem Pfarrehepaar Andras und Erika Kozma.

 

Geschichte unserer Partnerschaft mit Keszü

 

1990

4. Mai: Die Kirchgemeindeversammlung beschliesst die Patenschaft für Keszü.

September: Zweiter Transport von Hilfsgütern nach Keszü. Einbau eines Fensters und Verbesserung der Infrastruktur (z.B. elektrische Installationen) im Pfarrhaus.

Frauen aus Keszü schenken unserer Kirchgemeinde ein Tischtuch für den Taufstein.

 

1991

März: Transport von Hilfsgütern und Medikamenten nach Keszü. Ärztliche Versorgung der Dorfbevölkerung durch einen ungarisch sprechenden Arzt aus der Schweiz. Installation eines Wassertanks im Pfarrhaus.

Sommer: Zweiwöchiges Arbeitslager der Cevi-Gruppe Zizers mit Jugendlichen aus Keszü. Bau eines neuen, tieferen Brunnens für die Dorfbevölkerung und einer Wasserleitung zum Pfarrhaus.

Von der anfänglichen Unterstützung durch Hilfsgüter soll mit der Zeit zu projektorientierter Hilfe und zu Hilfe zur Selbsthilfe (z.B. Lieferung von Saatgut) übergegangen werden.

 

1992

April: Hilfsgütertransport, unter anderem 24 alte Schulbänke, 48 Stühle und 4 Wandtafeln aus Zizers. Fortsetzung der medizinischen Betreuung der Dorfbevölkerung. Erstmals mit dabei sind Vreni und John Montigel, die der Kirchgemeinde bis heute als Kuriere zur Verfügung stehen.

In Keszü taucht der Wunsch nach einer Molkerei auf.

 

1993

Mai: Erster Kontakt mit Sandor und Hajni Jakab, dem neuen jungen Pfarrehepaar von Keszü.

September: Spendenaufruf in Zizers zur Finanzierung eines Dienstautos für Pfr. Sandor Jakab (Dacia Jahrgang 1988).

Dezember: Kurzer Besuch in Keszü mit Weihnachtspaketen für Patenfamilien.

 

1994

Mai: Kurzer Abstecher nach Keszü mit Paketen für Patenfamilien.

Juni: In Zizers Informationsabend zur Rumänienhilfe für Kirchgemeindevorstand und aktive Rumänienhelfer. Zu Gast: Pfr. Franz Schüle, Osteuropa-Referent des HEKS.

Oktober: Fahrt nach Keszü mit Geldspende und einem Kerzenständer aus Zinn als Geschenk der Kirchgemeinde Zizers an die Kirchgemeinde Keszü.

Dezember: Kurzer Besuch in Keszü.

Christine und Silvio Pozzoli, die seit Beginn der Partnerschaft den persönlichen Kontakt mit Keszü pflegen, wären froh um eine Entlastung.

 

1995

April: Kurzer Besuch in Keszü.

Juni: Aktion «Ein Tag für Keszü» in Zizers, mit Familiengottesdienst, Bazar, Mittagessen, Spielen für Kinder und Diavortrag über Keszü mit Rückblick auf die bisherige Rumänienhilfe. Erlös: rund 3500 Franken.

September: Pfarrer Sandor Jakab und seine Frau verlassen Keszü.

Reise einer Viererdelegation mit Pfr. Achim Kuhn nach Keszü anlässlich der Einweihung der Molkerei. Im Gepäck eine Wappenscheibe mit der Kirche von Zizers als Geschenk für die Kirchgemeinde Keszü und Bastelarbeiten der Zizerser Schüler für die Dorfbevölkerung. Mit dem Erlös des Aktionstags wird der Kauf einer Erntemaschine finanziert.  

Dezember: Fahrt nach Keszü mit  Materialien für Schule und Kindergarten.

 

1996

Februar: Für die Rumänienarbeit der Kirchgemeinde wird eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich jedoch nach relativ kurzer Zeit wieder auflöst.

April: Kurzbesuch in Keszü mit Geld für eine Teilhaberschaft der Kirchgemeinde Keszü an der Molkerei.

Ab April monatlich DM 50.- / Fr. 60.- als regelmässige finanzielle Unterstützung, über die die Kirchgemeinde Keszü selbständig verfügen kann.

September: Janos Szöllösi wird neuer Pfarrer von Keszü. Von da an regelmässiger Briefkontakt zwischen Pfr. Szöllösi und der Kirchgemeinde Zizers. Da das Dekanat der Kirchgemeinde Keszü dringend davon abrät, sich finanziell an der Molkerei zu beteiligen, wird das Spendengeld nach Rücksprache mit unserer Kirchgemeinde für die Renovation der Kirche sowie für Schule und Kindergarten verwendet.

Oktober: Kurzbesuch in Keszü anlässlich einer Hochzeit.

 

1998

Oktober: Fahrt nach Keszü mit Geld für die Renovation von Kirche und Glockenturm.

Erster persönlicher Kontakt mit dem neuen Pfarrer, der sich einen Monat später mit Etelka verheiratet.

 

1999

August: Familienzuwachs bei der Familie Szöllösi: Geburt der Tochter Szofia.

 

2000

Juli: Kurzer Besuch in Keszü.

 

2001

Februar: Finanzieller Beitrag an ein «neues» Occasions-Dienstauto (Opel Astra Caravan).
September: Besuch bei Pfr. Janos Szöllösi und seiner Familie. Bitte um finanzielle Unterstützung bei Restfinanzierung des Dienstautos.
November: Pfr. Jan Andrea Bernhard bringt das restliche Geld für das Auto nach Rumänien.

 

2002

Januar: Geburt von Eszter, der zweiten Tochter von Janos und Etelka Szöllösi.
Anfang August: Vertreter unserer Kirchgemeinde werden an das Dorffest eingeladen, mit dem die Kirchgemeinde Keszü am 15. September den Abschluss der Kirchenrenovation feiert. Da am gleichen Sonntag in Zizers Stefan Hügli verabschiedet wird, muss auf eine Teilnahme an dieser Feier verzichtet werden.
Mitte August: Pfr. Jan Andrea Bernhard besucht Pfr. Szöllösi in Keszü.
 

2003

6. April:  Wahl von Pfr. Szöllösi in eine der Kirchgemeinden von Klausenburg.
30.April: Pfr. Szöllösi übergibt seine Gemeinde an Pfr. Zoltan Pall. Dieser wird die Kirchgemeinde Keszü während der Pfarrvakanz als Stellvertreter betreuen.
Mitte Juli: Kurzer Besuch in Keszü.
September: Pfr. Marton Tarkanyi wird zum Nachfolger von Pfr. Szöllösi bestimmt und tritt im Oktober sein Amt in Keszü an.
 

2004
7. März: Pfr. Jan Andrea Bernhard überbringt im Auftrag unserer Kirchgemeinde einen ausserordentlichen Unterstützungsbeitrag für dringend notwendige Reparaturen im Glockenturm und hält am Nachmittag in Keszü die Predigt.
16. Juni: Christine Pozzoli trifft sich in Klausenburg mit Pfr. Tarkanyi.
7. August: Marton Tarkanyi heiratet seine Freundin Judith. Eingeladen sind auch Jens und Corinna Köhre. Da der Termin in ihre Ferien fällt, können sie nicht an der Hochzeit teilnehmen.
16. September: Brigitt und Christian Meyer besuchen die Kirchgemeinde Keszü und lernen Pfr. Tarkanyi und seine Frau kennen.
 

2005

18. Mai: Familienzuwachs bei der Familie Tarkanyi: Geburt der Tochter Katalin.
Ende September: Christian Meyer fährt nach Keszü und überbringt Geld für Renovierungsarbeiten im Kirchgemeindehaus.
 

2006

24. Juli: Pfr. Jan Andrea Bernhard überbringt im Auftrag unserer Kirchgemeinde den von der Kirchgemeindeversammlung beschlossenen jährlichen Unterstützungsbeitrag.
 

2007

12. Juli: Zehn Jugendliche und drei Erwachsene fahren zusammen mit Pfr. Jens Köhre nach Rumänien und verbringen vier Tage in Keszü. In dieser kurzen Zeit entsteht ein herzlicher Kontakt zur Dorfbevölkerung, insbesondere zur Pfarrfamilie und den sechs Gastfamilien. Mit einem Rundgang durchs Dorf, den beiden Gottesdiensten und dem anschliessenden Picknick am Sonntag, einer Fahrt nach Klausenburg, dem Besuch des Marktes im Nachbardorf Mociu und dem Streichen des Zauns vor dem Pfarrhaus und der Kirche sind die Tage voll ausgefüllt. Auf der Rückfahrt nach Zizers werden bereits Pläne geschmiedet für ein nächstes Treffen. (Ausführlicher Reisebericht: Jugendarbeit, Konf+)

 

2008

4. Februar: Familienzuwachs bei der Familie Tarkanyi: Geburt der Tochter Kincsö.
8. August: Vierzehn Erwachsene und fünf Jugendliche aus Keszü besuchen ihre Bündner Partnergemeinde und erleben zusammen mit ihren Gastfamilien drei schöne und abwechslungsreiche Tage. Ein Rundgang durch Zizers macht sie mit unserem Dorf vertraut, während ein Tagesausflug nach Arosa sie mitten in die Bündner Bergwelt führt. Ein weiterer Höhepunkt ist der gemeinsame Gottesdienst mit anschliessendem Kirchenkaffee. Ein Spaziergang durch Chur oder ein individueller Ausflug mit der Gastfamilie und am Abend ein gemütlicher Spaghettiplausch für alle runden das Programm ab.

Ausführlicher Rückblick: siehe Rückschau - Ein Traum wurde wahr! - Besuch aus Keszü

 

2009

18. Mai: Christine und Silvio Pozzoli überbringen Pfr. Tarkanyi den jährlichen Unterstützungsbeitrag unserer Kirchgemeinde.
In Keszü wird in diesem Jahr mit grossem Einsatz am Umbau und an der Inneneinrichtung des "Kulturhauses" - des zukünftigen Kirchgemeindezentrums - gearbeitet.

 

2010

2. Oktober: Christian Meyer bringt in Begleitung von Vreni und John Montigel unseren Unterstützungsbeitrag nach Keszü und verbringt einige Stunden mit der Pfarrfamilie Tarkanyi.

 

Reformierte Kirche von Keszü mit Glockenturm und Pfarrhaus

Innenraum der Kirche

Gottesdienst vom 24. September 1995 in Keszü mit Pfarrer Achim Kuhn
und Hajni Jakab als Simultanübersetzerin

Feier zur Einweihung der Molkerei im September 1995
   
 «Post» von Keszü Keszü bei Sonnenaufgang
Sonntagmorgen in unserer Partnergemeinde Pfarrer Janos Szöllösi und seine Frau Etelka
Pfarrer Marton Tarkanyi Marton und Judith Tarkanyi am Tage ihrer Hochzeit
   
Katalin Tarkanyi, geb. 18. Mai 2005 Rundgang durch Keszü im Juli 2007
   
Hauptprobe des Chors aus Zizers für den Auftritt im Gottesdienst Morgengottesdienst in Keszü am 15. Juli 2007
   
Pfr. Jens Köhre und Pfr. Marton Tarkanyi Picknick am Sonntagabend …
   
… mit der Pfarrfamilie … … und den sechs Gastfamilien
   
Marton Tarkanyi mit seiner Tochter Katalin FC Keszü gegen FC Zizers
   
Marktstand der Bauern von Keszü im Nachbardorf Mociu Arbeitseinsatz der Gruppe aus Zizers bei fast 40° am Schatten
   
Die Gäste aus Keszü auf ihrem Rundgang durch Zizers im August 2008 Ausflug nach Arosa
   
Sonntagspredigt mit Pfarrer Marton Tarkanyi Auftritt des Ad-hoc-Chors aus Keszü
   
Gemütliches Beisammensein mit der Gemeinde beim Kirchenkaffee Abschiedsfoto vor der Rückfahrt nach Keszü
   
Katalin und Kincsö, 3. August 2008 Kincsö, 17. Mai 2009
   
Umbau des "Kulturhauses" im Jahr 2009 Einer der Räume nach der Innenrenovation
   
Anbau des "Kulturhauses"... ... mit den sanitären Einrichtungen
Der Einbau einer Zentralheizung... ...im 2010 eingerichteten Kirchgemeindehaus...
...konnte im Januar 2011 abgeschlossen werden. Sonntagnachmittag in Keszü am 20. Februar 2011
 


Text: Ursula Caduff

Bilder: Alfred Caseli, Ursula Caduff, Marton Tarkanyi, u.a.